Rechenstörung Lese-Rechtschreib-Störung    


 

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Die Rechenstörung bzw. Dyskalkulie ist eine Teilleistungsstörung im mathematischen Elementarbereich, die nicht durch eine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungs-, Milieu- oder Unterrichtsbedingungen erklärt werden kann.

Es ist eine Teilleistungsstörung und steht nicht im Zusammenhang mit einer verminderten Intelligenz.
Eine Rechenstörung ist also nicht die Folge von Dummheit, Faulheit oder Unwilligkeit.

Rechenschwache Kinder haben in der Regel keinen Zahlenbegriff entwickelt, so dass verstärktes Üben nicht den gewünschten Erfolg bringt und häufig sogar zu einer Verschlechterung führt.

Daher wird nach der ausführlichen Befundung ein individuelles Training zur Förderung des numerischen Verständnisses entwickelt. Die Lerntherapie findet üblicherweise als Einzeltherapie statt.

Übungen für den Alltag werden auf spielerische Weise gestaltet, um die Motivation und den Spass am Lernen zu fördern. So werden das Selbstvertrauen gestärkt und mathematische Prozesse im geschützten Rahmen erprobt und trainiert.

Das soziale Umfeld wird in die Therapie integriert, um so das Verständnis für die Defizite zu fördern und die Unterstützung im häuslichen Umfeld an die individuelle Problematik anzupassen.


Die Symptome einer Rechenstörung sind vielfältig:

  • enorme Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen, hohe Anstrengung und schnelle Erschöpfung bei der Bewältigung mathematischer Aufgaben; Berechnungen benötigen unverhältnismäßig viel Zeit


  • Rechnen bleibt Abzählen


  • Beim Kopfrechnen können Zwischenergebnisse nicht gespeichert werden


  • Zahlenräume, Mengen, Größen, Formen, Distanzen können schlecht erfasst werden, die Verbindung zwischen Zahlenbegriff und Menge fehlt


  • Das räumliche und/oder zeitliche Vorstellungsvermögen ist nicht altersgemäß entwickelt


  • Kein Abschätzvermögen, z.B. wird zwischen Aufgabe und Ergebnis keine Verbindung erkannt (12+30=15)


  • Duldung widersprüchlicher Ergebnisse nebeneinander; offensichtliche Rechenfehler werden nicht erkannt


  • Zählen und/oder Rückwertszählen gelingt nicht oder nur unter Verwendung der Finger


  • Zahlenreihen können nicht korrekt weitergeführt werden


  • Rechensymbole (Plus, Minus, Divisions- und Multiplikationszeichen) werden nicht immer erkannt


  • Auslassen von Ziffern


  • Ständige Zahlendreher/Zahlreversionen (35/53)


  • Seitenverkehrtes Schreiben oder Lesen von Zahlen (6/9)


  • Verwechslung ähnlich aussehender Zahlen (6/5)


  • Verwechslung von ähnlich klingenden Zahlen (14/40)


  • Transferleistungen können nicht erbracht werden; stets wird neu berechnet(3+4=7, 4+3=7, 7-4=3)


  • Dekadische Transferleistungen sind nicht möglich ( 3+4=7, 13+4=17)


  • Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/oder Hunderterschrittes


  • Textaufgaben und/oder Rechenaufgaben mit zusätzlichen Texten bereiten große Schwierigkeiten


  • Generelle Regelunsicherheit


  • keine Verbesserung der Defizite durch beständiges und intensives Üben; Geübtes wird schnell wieder vergessen oder starr auswendig gelernt
Können Sie fünf oder mehr Punkte mit ja beantworten, liegt die Vermutung einer Rechenstörung nahe.

Aus dieser Problematik können folgende Sekundärsymptome entstehen:
  • Ablehnung gegenüber dem Fach
  • Versagensängste: Ich kann das nicht!
  • Beeinflussung anderer Fächer
  • Ängstlichkeit
  • Aggressivität
  • Clownerie
  • Körperliche Reaktionen
  • Schulangst

Therapieinhalte

Grundlagen
mathematischen Denkens
   Aufmerksamkeit
   Konzentration
   Gedächtnis
   sensorische Wahrnehmung
   räumliche Vorstellung
   zeitliche Vorstellung

Zahlbegriff nach Dehaene
   Zahl
   Zahlwort
   Innerer Zahlenstrahl

Gliedern
mathematischer Prozesse
   Bildliche Vorstellung
   Symbolische Darstellung
   Operationszusammenhänge
   Automatisierung
   Anwendung

Methoden & Materialien
   Cuisenaire
   Kieler Zahlenbilder
   Musterergänzung
   u.v.m.